Frisches Geld für nicht ganz so frische Gründer und GründerInnen in der Allianz für die Region – oder wie die Industrielobby der WOB AG die Gesellschaft infiltriert und instrumentalisiert

Im Juli 2015

Es vergeht kaum mehr ein Tag, an dem wir als gebeutelte BürgerInnen in der Region Braunschweig – Wolfsburg – Salzgitter und dem erklecklichen Rest einer Allianz für die Region nicht mit lobbyistisch geprägten Nachrichten torpediert werden. So auch ganz aktuell wieder. Da sehen wir im Artikelbild eines regionalen Nachrichtenblattes einen geschniegelten und gegeelten Dandy der WOB AG, der großpfupfert kund tut, dass die WOB AG als 50%-Tochter des großen Autobaukonzerns ja ach so empathisch sei und „frisches Geld für frische Gründer“ bereitzustellen erwäge. Hui! Sie möge sich vielleicht beteiligen an neuen und frischen Unternehmen. Und alle hoffen, das Benzos in der Tür steht und Amazon gerade gründet – oder wie?!

Nun, ich belasse es hier bei einem feucht fröhlichen Lacher und wünsche allen Beteiligten, dass sie reich, frisch gegeelt und ach so empathisch ihren Erfolgen frönen mögen, denn es gibt doch nichts geileres als für den Volkswagen Konzern zu arbeiten. Stimmt! So rein monetär betrachtet ist das das ganz große Los. Allerdings, my dear folks, wenn ihr schon nichts in der Birne habt ausser A7 fahren und Golfi für Rolfi, dann, aber auch nur dann seid ihr dort genau richtig. Ansonsten werdet ihr schnell zu thumben Jasagern. Doch Hauptsache die Haare sind schön! Gehirn – so denn vorhanden – das gebt mal geflissentlich ab und lernt schnell den Neusprech der Automobilbranche. Wachstum, Dividende und ein pseudoegomanes Ich-Ich-Ich – dann klappt es auch mit einem von Ingelheim.

So, schauen wir uns einmal diesen Artikel genauer an. Sicherlich fällt es nur den etwas Kritischeren unter euch die innige Verbindung zwischen der Allianz für die Region Braunschweig GmbH und der WOB AG auf. Und genau darauf möchte ich einmal genauer eingehen. Wie aus dem Artikel zu entnehmen ist, ist die WOB AG ein Gesellschafter in der Allianz für die Region GmbH mit Sitz in Braunschweig. Und sie hat diese GmbH vollständig okkupiert, denn sie wird ausschliesslich von Menschen, die bei der WOB AG beschäftigt sind, geführt und gelenkt. Warum heisst sie dann nicht gleich „Allianz für die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG“!?

Sie lernen aus dem Artikel, dass die WOB AG vornehmlich im Auftrag der Volkswagen AG arbeitet. Das ist ja auch völlig in Ordnung, gehört sie dem Konzern ja zur Hälfte er Anteile. Doch was hat die WOB AG mit der Allianz der Region vor?! Nun ganz einfach – hier werden klare Lobbyinteressen durchgesetzt! Nun mögen unfreie Geister – und von denen gibt es mehr als genug in der Region um Wolfsburg – laut denken, dass dieses Andienen doch nur zum Vorteil Aller sei. Hörte ich zum Vorteil Aller?! Genau da liegt der Hase im Pfeffer! Es ist nicht zum Vorteil Aller sondern nur zum Vorteil derer, die ihr persönliches Lebensglück in der Automobilbranche und der dazugehörigen Zuliefererszene sehen. Nun mag man das hier nicht verurteilen, denn es ist nichts verwerfliches, für diese Branchen zu arbeiten oder sich gar in diesen Branchen selbständig zu machen. Doch die, die in der Branche arbeiten wissen nur zu genau, dass es richtig gefährlich ist oder sein kann, sich davon abhängig zu machen. Davon mag nur niemand sprechen, denn dieser Konzern ist auch entsprechend organisiert und bietet tausende Arbeitssklaven auf, die jedes kritische Wort zusammenbrüllen werden. Wachstum, Wachstum, Wachstum …und was ist in zehn Jahren, in zwanzig, dreissig, fünfzig….ganz einfach, dann haben wir durch diese industrielle für die Shareholder gottgleiche Wachstum die Erde vollständig ausgebeutet und die Kinder unserer Kinder werden voller Abscheu auf die Gesellschaft schauen, die nur eines kannte – Wachstum! Aber das ist ein zu komplexes Thema, um hier vertieft zu werden. Und zugegeben, ich weiß auch keine Lösung ausser der, dass wir uns mit diesem Wachstumswahn völlig auf em Holzweg befinden, denn unsere Erde gibt es nur ein einziges mal und wer sie ausbeutet, der wird sterben müssen und der verbaut all denen die Zukunft, die noch sein werden und auch ein gutes Leben leben wollen.

Schauen wir jetzt aber noch einmal bei besagtem Artikel genauer hin: da wird gesagt, die WOB AG habe 15 Mio. EURO Umsatz gemacht im letzten Jahr und doch sage und schreibe 170.000 EURO Gewinn. Einmal davon abgesehen, dass das ein gar mageres unternehmerisches Ergebnis darstellt, sei doch erlaubt zu hinterfragen, weshalb nur so wenig Gewinn gemacht wird. Nun, es geht bei dieser AG nicht vorrangig darum, am Wirtschaftsleben mit dem Ziel der Gewinnmaximierung teilzunehmen, sondern darum, konkrete Infrastrukturmaßnahmen und eine Zeitarbeitsfirma für den Konzern umzusetzen. Und es geht darum, die Interessen des Konzerns in die Gesellschaft zu implementieren und alles zu okkupieren, was dem Konzern Prestige und gutes Image verleihen könnte. Und nun schauen wir uns einmal genau an, welche sonstigen Gesellschafter in der Allianz für die Region sitzen und was diese als „Projektmittel“ jählich einzahlen und siehe da: die WOB AG saugt fast wie ein Parasit die kommunalen und unternehmerischen Projektmittel auf und lenkt sie in die Bahnen, die ihren Auftraggebern zu pass sind. Denn selbst kleine Landkreise wie der Landkreis Helmstedt, der zudem über alle Maße verschuldet ist, zahlt jährlich einen Beitrag von über 60.000 EURO als Gesellschafter ein. Natürlich sitzen in dem dortigen Kreistag und auch inder Verwaltungsführung nur solche, die ich gerne als kreidefressende Speichellecker bezeichne. Doch noch viel sublimer – es sitzen dort EntscheidungsträgerInnen, die nur eines kennen: Volkswagen forever! Sie würden am liebsten die Politik abbestellen und sich lieber heute als morgen ganz in den Konzern integrieren. Soweit so gut, soll ein jedeR machen, was ihm/ihr beliebt.

Mein Augenmerk liegt auf den Relationen. Ganze 170.000 EURO Gewinn werden dann laut Aussage des Gegeelten in neue Projekte investiert. Aha! Und wie finanziert sich die WOB AG, wenn nur so ein kläglicher Betrag als Gewinn übrig bleibt und wie kann sie damit denn wirtschaftlich überleben, wenn der Gewinn dann ach so empathisch in Frsiches Geld für frische GründerInnen investiert werden soll?! Ganz easy – die WOB AG ist monetär betrachtet eine vortreffliche Steuermittelwaschmaschine. Und eine Allianz für die Region ebenfalls. Beide allerdings ausschliesslich für die Unternehmen, denn die können durch Personalverlagerung sowohl eigene Interessen „einimpfen“, dabei Personalausgaben einsparen und zudem leichter denn je an Projekten mitarbeiten, die durch Steuermittel gefördert werden! So einfach ist der Mechanismus und Gold wert für die Unternehmen. Doch was ist mit den kommunalen Gesellschaftern! Sie geben hunderttausende EURO pro Jahr als sogenannte „Projektmittel“ in die Allianz für die Region und im Falle Wolfsburgs in die WOB AG und die Allianz für die Region. Und davon wird nie berichtet, denn es ist ja anscheinend ganz normal, dass verschuldete Sozialwesen wie kommunale Verwaltungen Steuermittel in eine Privat-GmbH verschieben und so die Unternehmen, die dort Gesellschafter sind indirekt noch fördern, die anderen Unternehmen aber, die nicht Gesellschafter sind mit einem Allgemeinplazet abspeisen, das einfältiger und oberflächlicher kaum sein kann. „Wir wollen nur das Beste für Alle und es profitieren doch alle, wenn wir uns nachhaltig für das Allgemeinwohl einsetzen!“ Uaaahhhh…. der Brüller! Lesen Sie selbst, was gegeelte Beaus dieser Konzernwelt da zum Besten geben! Die Region – wer auch immer das sein soll – muss doch nur konzerniert, nein konsterniert, auch nicht, konzentriert – jetzt aber – als Ganzes sich verstehen….dann wird alles gut! Gut, ich bin mal gnädig, denn nicht immer glänzt unter pomadigem Haar auch ein gegeelter Geist, und so kann auch dieser von I. vielleicht auch mal keine Ahnung haben von unserer Verfassung und dem bestehenden Rechtssystem, das so herzlich wenig bis gar nichts mit einem Audi fahrenden Beau zu tun hat und dennoch die Grundlagen für unsere Gesellschaft bildet. Und mit Verlaub, es ist eine ganz andere Liga, dieses Gesellschaftssystem in seiner Freiheit, Vielfältigkeit und vor allem Schutz der individuellen Rechte auf freie Entfaltung zu schützen als hier dieses seichte Gelaber von schnödem und zudem noch lobbyorientierten Marketing als irgendwie bedeutsam zu interpretieren.

Wenn also die Allianz wie auch die WOB AG gesellschaftsrelevante Institutionen infiltrieren, um letzten Endes nur dem Volkswagen-Konzern zu dienen, dann ist das durchaus in Ordnung, denn schliesslich lassen es sich auch gerade die kommunalen Gesellschafter ja auch gefallen und heissen es gut. Wenn aber dann Millionen an Steuermitteln solchen Vorhaben zufliessen, dann sehe ich das sehr kritisch. Solange die Kommunen finanziell nicht mehr Ein noch Aus wissen, wie sie die gesellschaftlichen Probleme (Kinderhorte, Schulen, Sozialleistungen für Minderbemittelte und finanziell Schwache, Kranke, aus dem System Gefallene, Flüchtlinge, ArbeitsmigrantInnen, öffentliche Infrastrukturen) meistern können, solange besteht ein eklatantes Problem und es sollte wirklich jeder einzelne EURO genau dafür ausgegeben werden und nicht, um einem Konzern und seiner Zulieferszene zu nutzen, auch wenn dadurch teilweise Arbeitsplätze entstehen, die wiederum einigen helfen, aus der sozialen Schieflage herauszukommen.

Hier sollte ein Mittelweg gefunden werden und zwar der Art, dass diese von der WOB AG infiltrierte Allianz für die Region genau die gesellschaftlichen Problemstellungen aufgreift und sich nicht darin gefallen darf, nette Hochglanzbroschüren und ach so feine Projekte zu initiieren, die nur wenigen Auserwählten (vornehmlich aus dem unternehmerischen Gesellschafterkreis) zugute kommen. Was nützt der schönste Radweg, der durch die gesamte Region führt, die tollsten Plakatwände an den Strassen, wenn die gesellschaftliche Problemkonstellation einen völlig anderen Fokus setzt durch die allgegenwärtige Alltagsmisere. Und last but not least, die gesellschaftliche Vielfalt ist – ähnlich wie im Ökosystem – die stabilisierende Komponente des Gesamtnetzes. Je spezialisierter eine Gemeinschaft ist, desto gefährdeter ist sie, wenn Ausseneinflüsse sich ändern. Das zu verstehen scheint bei all denen, die sich ach so pomadig generieren und von einem Ganzen, einem Ziel, einer Leitstelle vollmundigst und ubiquitär daherlamentieren, nicht unter die gegeelte Frisur passen zu wollen.

Und auch wenn diese ganzen zum Teil auch noch durch Steuermittel hochsubventionierten Heilsbringergemeinschaften sich ellbogenmäßig ins rechte Licht zu rücken wissen, die Alltagsprobleme sind ganz andere und man kann nur an einen gegeelten Geist appelieren: Nimm´mal die Pomade aus Deiner Fresse und schau genau hin! Es gibt inzwischen immer mehr Menschen, die verarmen, auf der Flucht sind, die nicht wissen, wie sie den Tag meistern sollen und dann kommst Du und seierst so einen bullshit! Geh´mal in Dich und vergegenwärtige Dir, dass Du mit Deiner Plagiatstüncherei völlig daneben liegst!

Seid gesegnet!

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Regionale Handlungsstrategie des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Göttingen, Hildesheim, Lüneburg und Oldenburg – und wo bleibt die verfassungsrechtlich gesicherte kommunale Selbstverwaltung ?! Ein kleiner „egelhafter“ Exkurs in die bestehende Eu-Förderkulisse in Niedersachsen

Teil II

27.11.2014, aktualisiert 13.7.2015

Eigentlich wollte ich schon viel früher hier weiterschreiben, doch dann rödelte ein psychologisch wirksames Tief in mein Leben, das mich zeitweise hinderte, mich auf diese Thematik zu konzentrieren.

Das ist nun vorbei! Und weiter geht es!

Ich werde euch in den nächsten Minuten mit einem Text erfreuen, der sich um die EU-Förderung in Niedersachsen rankt und der folglich das Ränkespiel der inzwischen zahlreichen Akteure in diesem Bereich exemplarisch und dennoch abstrahiert aufgreift. Da ich lange genug in disem Geschäft tätig bin, würze ich diesen kleinen Essay auch mit zurückblickenden Informationen, um genauer zu verdeutlichen, dass die EU-Förderung für Kommunen und Unternehmen inzwischen vollständig durch die Bürokratie auf Länderebene und durch diverse „regional wirksame“ staatlich-private GmbH, die teilweise durch die industriellen Unternehmen qua Gesellschaftsanteilen infiltriert wurden, okkupiert worden ist. Zudem wurde vor einigen Jahren eine eigene Landesband etabliert, die NBank. Dieser Apparat alleine kostet Millionen, wohlgemerkt Millionen an Steuermitteln jedes Jahr und selbst wenn diese Landesbank im Kreditgeschäft Überschüsse erzeugt, so ist sie rein personaltechnisch betrachtet nach wie vor mit abgeordneten ehemaligen Beamten der einstigen Bezirksregierungen durchsetzt, die nach wie vor vom Staat ihre Bezüge erhalten. Was soll´s – das ist ein anderes Thema.

Bevor ihr weiter lest, stellt euch doch bitte einmal die Frage, weshalb wir so wenig von der viel gepriesenen EU-Förderung hier im Landkreis Helmstedt oder jedem anderen Landkreis und seinen kreisangehörigen Städten und Gemeinden mitbekommen?!?

Und wer sind die  Akteure genau und warum bekommt unsere Heimat denn überhaupt EU-Gelder, wenn die politisch-administrative „Front du Schwallerei“ es denn bewerkstelligt bekommt, hier vor Ort konkrete Projekte umzusetzen?!

Nun, fangen wir so an. Schon in den ersten EU-Fördergebietsausweisungen 1997 ff., die auch für Deutschland gelten konnten, wurde seitens der damals im Landkreis Helmstedt administrativ-politisch Verantwortlichen aufgrund einer Analyse, die u.a. meine Wenigkeit angefertigt hat, erkannt, dass die damals neuen Regeln auch für Teilgebiete des Landkreises Helmstedt gelten könnten.
Es gab all die weiter u.a. Institutionen noch nicht und vielleicht gerade deswegen gelang es auf relativ unkompliziertem Wege, einige Millionen an EU-Fördermitteln in den Landkreis Helmstedt zu holen. Daran habe ich spätestens seit 1994 in der Stadt Schöningen und seit 1995 dann für den Landkreis Helmstedt sehr tatkräftig mitgearbeitet. Es hat richtig Spaß gemacht, denn wir mussten lediglich darlegen, dass die seitens der EU-Kommission vorgegebenen Indikatoren bei uns vor Ort zutrafen, stellten einen Antrag bei einer einzigen Person in einem Ministerium und bekamen dann nach einer Wartezeit von ca. drei Monaten Geld für verschiedenste Projekte.
Spätestens ab dem Jahr 2000 bekam dann auch die verschlafenste ministerielle Bürokratie auf Landesebene mit, dass man das doch viel besser „koordnieren“ müsse. Das ist Neusprech, denn „koordinieren“ heisst hier, dass einige politische Kräfte auch etwas vom Kuchen abhaben wollten, die dann erst gemerkt haben, oh, da gibt es ja Fördergelder! Können wir nicht auch daran teilhaben?! Und so etablierte sich im Laufe der Jahre ein im Nachhinein überdimensioniertes Zuständigkeitsgefüge in Sachen EU-Förderung, was vor allem in Anbetracht der kommunalen Selbstverwaltung zu immer mehr „Entmachtung“ dieser führte. Und damit ging das Dilemma der Untergrabung der kommunalen Selbstverwaltung los!

Bis ungefähr 2005 zog sich dann das Land Niedersachsen immer mehr den EU-Förderschuh an und es wurden zahllose Institutionen gegründet, die alle nur einen Zweck erfüllten – Fördermittel zu saugen und dann groß zu tun, dass fortan alles besser werde!?! Und wenn man den Kuchen aufteilt, dann bekommen die, für die der Kuchen eigentlich bestimmt war, immer weniger ab – teilweise eben nur die Reste.
Konnten bis zu diesem Zeitpunkt die Kommunen noch ihre eigenen Schwerpunkte benennen und in den Abwägungsprozess einbringen, so entwickelte sich das System leider bis zum heutigen Stand so, dass die Kommunen vollständig davon abhängig sind, welche Schwerpunkte das subtil-technokratische Gespinst auf Landes- resp. Regionalebene vorgibt. Und noch mehr! Heute sind die Kommunen Bittsteller und sollen sich eines Landesbeauftragten bedienen, der sich dann, selbstherrlich und vor allem selbstverliebt, mit seinen vermeintlich wundersamen und wohlbringenden „Kontakten“ für das Durchsetzen kommunaler Ideen einsetzen werde!
Das eigentliche Fördersystem hat damit einen vorläufigen Höhepunkt an Desaströsität der kommunalen Selbstverwaltung erreicht, denn es geht lange nicht mehr darum, die kommunale Selbstverwaltung als den eigentlichen Motor unserer Volkswirtschaft und politischen Stabilisator unserer Nation zu beschützen! Im Gegenteil – sie wird willentlich zerstört und zwar durch Staatsbedienstete, die der Huxley´schen „schönen neuen Welt“ anhängen und „alles zum Wohle Aller“ vorgeben leisten zu wollen und durch Neoliberale Jünger, deren Gott alleine der sogenannte Markt ist. Es ist fast wie ein Virus, der dazu führt, dass das, was unser Land gesellschaftlich stabilisiert hat, eben eine mindestens Zweieinhalbteilung des Staates in Bund, Länder und Kommunen, nunmehr dahinsiecht und bereits letal ist. Und dieser Virus wird jeden Tag, jede Stunde von bestimmten zersetzenden Kräften genährt und das nicht, weil sie nicht wüssten, was sie tun! Im Gegenteil. Sie wissen, was sie tun!
Und das ganz besonders schmackhafte an diesem übelriechend gärenden Mischbrei ist in Sachen EU-Förderung, dass die Kommunen so und so die Kofinanzierung aufzubringen haben. Hier hat sich also das Land zwischengeschaltet, um besser zu „koordinieren“, doch die finanzielle Belastung durch die Kofinanzierung nimmt es nicht ab, noch nicht einmal zu einem Bruchteil.
Doch es geht sicherlich noch ärger. Oh ja, es geht ärger! Da bei den finanziell durch die gesetzlichen Aufgabenlasten arg gebeutelten und sogar immer stärker verschuldeten Kommunen das Innenministerium die Haushalte teilweise nicht genehmigt oder nur unter erheblichen Austeritätsauflagen genehmigt, können die Kommunen nicht mehr oder nur stark begrenzt an diesen europäischen Fördermitteln teilhaben! Ein echter Teufelskreislauf, wo sich das Land gütlich tut und gar nicht daran denkt, das nachhaltig abzuändern. Da werden dann mal hier, mal da ein paar Almosen verteilt, indem sogenannten Bedarfszuweisungen gemacht werden, doch diese stehen nur zur Schuldentilgung zur Verfügung, nicht um Investitionen vorzunehmen oder gar Kofinanzierungen für infarstrukturelle EU-Projekte vorzunehmen. Und da man anscheinend auf Landesebene einheitlich erkannt hat, dass das mit diesen lästigen Kommunen so und so nichts wird, hat man kurzerhand z. B. die Unternehmensförderung ganz in Landeshand verlegt und gründet Fonds, um dann im Grunde genommen ein neues Kreditgeschäft zu etablieren. Natürlich erneut mit Hilfe von EU-Mitteln aus dem sogenannten EFRE Das ist Neoliberalismus pur! Da bedienen sich Staatsbanken an den EU-Mitteln, also Steuergeldern, um dann dieses Geld an steuerzahlende Unternehmen zu verleihen, die dann hoffentlich investieren mögen, um über den Umweg der Umsatzsteuer, Einkommens- und  Lohnsteuern u.v.m. einen steuerlichen „Mehrwert“ erzeugen mögen, der dann wiederum über gewisse Umwege, an denen zahllose „Wegezollstellen“ etabliert sind, wiederum dem Bund, den Ländern und zu einem verschwindend geringen Teil auch den Kommunen wieder zufliessen möge.

Und parallel dazu wird die Solidargemeinschaft zerlegt! Noch ärger! Aber bitte doch! Schon stehen sowohl der Landesbeauftragte wie auch diverse politische Kommunal- und Landesebenen bereit, um über sog. Fusionen den willentlich eingeleiteten Prozess des Zerfalls des kommunal basierten Bürgerwillens weiter auszuhöhlen. Und ich mutmaße hier, es wird ihnen gelingen, denn die vielen kleinen Menschen in den vielen kleinen Orten haben sich längst abgewendet und kümmern sich viel lieber um ganz andere Dinge als eine kommunale Selbstverwaltung oder gar das Thema Fusionen von Kommunen. Ganz ehrlich – es war und ist der Mehrheit der BürgerInnen reichlich gleichgültig, wer wo sitzt und meint, er muss das und das an Wohl und Wehe für Alle verantworten und arrangieren. Das gros der Leute hat längst verstanden, dass das bestehende System im Argen liegt. So einfach ist das! Und wenn selbst der noch zu Beginn seiner B-Karriere vollmundigst die Fusionen propagierende Landesbeauftragte in Braunschweig allenthalben wissen lässt, dass das Thema Fusionen so und so keinen mehr interessiere, dann mag das schon etwas heissen. Schliesslich hat er zu Beginn seiner Landratskarriere keine Möglichkeit ausgelassen, jeden, aber auch wirklich jeden wissen zu lassen, dass der Landkreis Helmstedt (das ist der Landkreis, von dem er sich dann schnell abzuseilen wusste, um nun eine B-Karriere zu geniessen) ja nur eine Chance hätte, wenn er denn fusioniere. Und das bitte schön nur mit dem Oberzentrum Wolfsburg, was für sich gesehen von Beginn an eine rechtliche fast unmögliche Idee war und ist.
So ändern sich die Zeiten. Doch was bleibt, ist der schale Geschmack, dass es im Hintergrund immer irgendwelche rücksichtslosen Volkszersetzer agieren, die ihr Hauptaugenmerk mehr auf die eigene Karriere legen und sich in keinster Weise zu schade sind, die anderen Mitmenschen dreist und frech hinters Licht zu führen, nur um die eigene Karriere voranzubringen. Und wenn sie dabei auch noch an den Stühlen der kommunalen Selbstverwaltung sägen, dann ist das anscheinend in Kauf zu nehmen. Und wenn dabei irgendwelche kritischen Geister im Wege stehen, dann macht „man die fertig“.

Sorry, Leute! Doch genau das alles wollte die EU nicht unbedingt! Es gibt zwar ganz eindeutig zu erkennende neoliberale Tendenzen in der Europäischen Kommission, das ist nicht von der Hand zu weisen, doch sie kann sich immer und immer wieder darauf zurückziehen, dass es alleine Sache der jeweiligen Nationen ist, wie die EU-Förderungen organisatorisch umgesetzt werden! Sie kann nicht in nationale Gesetzgebungen und Eigenorganisationen eingreifen! Dafür ist sie auch nicht da! So einfach ist das!
Die Repräsentanten merken allerdings auch, dass ihnen die Aufmerksamkeit der Menschen vor Ort immer mehr entgleitet, was vor allem in solchen spezifischen, das Grundgesetz betreffenden Themenbereichen neuralgisch ist. Zappen Sie auch weg, wenn irgendeine Politnase irgendetwas seiert von irgendwelchen großartigen Zusammenhängen, Reformen, „Hausaufgaben“ und so etwas ähnlichem!? Ich schon! Was soll man sich diesen Tinnef auch anhören!? Da schaut man doch lieber Sport und Soap oder Soap und Sport – auf jeden Fall nicht mehr diese politisierte Hohlphrasendrescherei, die letzten Endes immer und immer wieder nur zu Verschlechterungen der demokratischen Grundrechte oder Lebenssituationen von uns normalen und „kleinen“ BürgerInnen führt.

Die verfassungsrechtlich gesicherte kommunale Selbstverwaltung – welch´ein heeres Thema.

In der heutigen Zeit spielt sie bei den BürgerInnen meines Erachtens wohl eher eine untergeordnete Rolle. So zumindest ist mein persönlicher Eindruck. Doch es tut sich etwas. Immer häufiger erfährt die Bürgerschaft u.a. über die sozialen Netzwerke, dass Bund und Länder auf dem Rücken der Kommunen herumtanzen und sie versteht auch nachzuvollziehen, dass es spätestens seit der Agenda 21 einen spürbaren Solidaritätsbruch zwischen den staatlichen Ebenen Bund-Land-Kommunen gibt. Was meine ich damit genau? Ich beschränke mich bei dieser spitzfindigen Äusserung lediglich auf die Gängeleien, denen die Kommunen seit der Agenda21 ausgesetzt sind, z. B. im Bereich der Konnexität und Subsidiarität. Nur ein kleines Beispiel: seit der Agenda 21 sind die Kommunen finanziell-organisatorisch mehr denn je gesetzlich gewzungen worden, eine zunehmende Zahl neuer und auch alter Bundes- und Landesgesetze auszuführen, ohne dass sie dafür entsprechende Finanzausstattungen eben durch die Gesetzgeber bekommen. Ich spreche hier nur von dem Aufgabenbereich im sogenannten übertragenen Wirkungskreis. Also nicht von „allen“ gesetzlichen Aufgabenstellungen!
Und genau dieses Ausbleiben (fehlende Konnexität) treibt viele Kommunen in den finanziellen Ruin und führt dort dann folglich zu spürbaren Ausfällen für eben jene SteuerzahlerInnen, die das gesamte System durch ihre Steuerabgaben erst überhaupt finanziell tragfähig gestalten. Hier deutet sich dann auch schon ein weiterer Regelungsbereich an, eben der des fiskalischen Systems und der dazugehörigen Verteilung der einzelnen Steuerarten, wie z. B. der Umsatzsteuer.

Nun hat sich das Land Niedersachsen mit den vier neuen Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung auf die Fahnen geschrieben, dass es im politischen Teilbereich der EU-Förderung im Rahmen von EUROPA2020 einen sogenannten Multifondsprogramm unterlegen möchte und dafür vier Förderregionen und eine Sonderförderzone in Südniedersachsen (hat das etwas mit dem Wohnort des Arbeitsministers zu tun? Nein, oder doch?!) auf ganz Niedersachsen verteilt eingerichtet hat (das sind die Grenzen der ehemaligen Bezirksregierungen). Also alte Schuhe, ganz alte Schuhe, nur halt etwas aufgehübscht. DAs nennt man dann „Koordination“ !?

Wohl denn – es ist doch nichts geiler, als sich als zuständige Landesregierung fördertechnisch zu kaprizieren und dafür dann weitere unnütze Beamtenstellen zu schaffen, die eben jene Förderung „koordinieren“ sollen. Welche Förderung eigentlich?! Die EU-Förderung, oder besser gesagt, einen Teil der EU-Förderung, denn das Landwirtschaftsministerium als jenes, welches einen erheblichen Teil der EU-Fördermittel „verwaltet“, läßt sich von einem Landesbeauftragten schon gar nicht in die Suppe spucken. Das war so und das wird so bleiben.

Somit wird also, das lernen wir bei genauem Hinsehen ganz schnell, nur ein Teil der EU-Förderung für Niedersachsen durch die jeweiligen Landesbeauftragten, die ja wohlweislichst der Staatskanzlei zugeordnet worden sind, „verwaltet“ und – jetzt kommt ein gar großer Begriff – „koordiniert“ werden. Oha, so denkt der Paule vom Lande. Das muss ja etwas ganz Großes sein!? Na ja, es ist ein großartiges Kuddelmuddel mit viel Showeinlagen und netten Sprüchen allenthalben. Viel heisse Luft, würde Paule sagen. Doch welchen Nutzen hat Paule als Steuerzahler denn davon genau?!

Wie komme ich zu solch blasphemischer Äusserung!? Nun, einmal davon abgesehen, dass ich nur im Varieté ein Fan von kessen Sprüchen, langen Beinen und schönen Busen bin, habe ich  den beruflichen Erfahrungshintergrund, dass ich es mir anmaßen darf, die Organisation der EU-Fördermittel in Niedersachsen zu kritisieren.

Und ich kritisiere folgende Punkte:

1. Die EU-Förderung für und in Niedersachsen benötigt keine Bürokratiemonster wie die NBankoder gar Landesbeauftragte für die EU-Fördermittel-Koordination. Sie benötigt auch nicht Dutzende von EU-Koordinationsbüros, EU-Clearing-Stellen, EU-sonst-was-für-Knallerbsenzählstellen. Die Bürgerschaft in den Kommunen benötigt all diese tollen Abseilstellen für politisch Wohlgesonnene nicht. Und ja, es sind in der überwiegenden Zahl der geschaffenen Stellen in allen diesen und noch viel mehr Institutionen, die sich anscheinend alle um die EU-Fördermittel-Koordination zu kümmern haben, gerade eben jene Personen in Führungspositionen, die politisch gesehen das rechte Puperzenschmatzpotenzial aufzuweisen haben – sprich, das richtige Parteibuch haben und sich sublim und immer zum Wohle Aller dienend, im parteipolitischen Sinne verdient gemacht haben. Und da schimpfe mal einer auf Griechenland, wo es einen solchen Beamten-Parteien´s-liebstes-Kind-Mechsnismus seit Jahrzehnten gibt und der maßgeblich dazu beiträgt, dass es dem griechischen Staat ob dieses Schmarotzertums gerade so bemerkenswert schlecht geht. By the way – als Griechenland in die EU kam, war das allen Akteuren – auch hier in Deutschland – sehr wohl bewusst, dass Griechenland mit diesem Beamtenapparat ein ganz grosses Problem hat. Doch das war den Verantwortlichen gleichgültig, denn der deutschen Industrie hat der Beitritt Miliiardengewinne eingebracht udn somit war es völlig in Ordnung.

Das geht bei uns auch! Direkt vor unser aller Haustüren! Nur fällt es in unserer doch reichen Volkswirtschaft nicht so arg ins Gewicht, schon gar wenn Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden.
Und so können sich die Lieblinge aller Parteifunktionäre nach wie vor sicher sein, dass wenn sie sonst schon keine Karriere haben, das in ihrer Partei doch relativ sicher ist, baldigst auf hoch dotierte Stellen gehievt zu werden. Sie kennen sicher alle jemanden in Ihrem Umfeld, der genau so seine Karriere plant, organisiert und nutzt!?! Ich kenne einen, der genau so vorgeht! Es ist dies der amtierende Landesbeauftragte der Region Braunschweig. Und dieser ist KEIN Einzelfall. Leider! Und er ist auch kein Grieche! Leider!

2. Die kommunale Selbstverwaltung, deren Aufgabenstellung u.a. die eigenständige gemeindliche Entwicklung ist, und die als Grundrecht in der bundesdeutschen Verfassung steht, wird vor allem in Niedersachsen seit Jahren mit den Füssen getreten. Anders als so kann man es nicht mehr ausdrücken. Die Landesregierungen gefallen sich seit über einer Dekade von heute aus betrachtet darin, die gemeindliche Eigenentwicklung als zentral gesteuertes Wohl- und Wehe-Instrument der jeweils amtierenden Landesregierung zu betrachten. Sie gehen mit der kommunalen Selbstverwaltung auf eine selbstherrliche Weise um, dass einem demokratisch verankerten Menschen, der zudem unsere Grundrechte als hohes Gut zu schätzen und ggf. zu schützen weiss, die Tränen in den Augen stehen müssen! Seit gut über zehn Jahren werden viele niedersächsische Kommunen immer handlungsunfähiger, weil sie die fehlende Konnexität im übertragenen Wirkungsbereich in den finanziellen Ruin treibt. Und die politischen Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte tun dagegen nichts, obwohl sie zumindest im Falle der Oberzentren und Landkreise natürlich auch dagegen Rechtsmittel einlegen könnten. Doch, oh Wunder, sie tun es nicht, weil man ja auch noch das eine oder andere Pöstchen abstauben könnte und weil man – typisch doitsch – doch nicht gegen die eigene Parteienmehrheit auf Landesebene vorgehen kann!?! Es sind meiner Meinung nach die Länderparlamente, die in unserem bestehenden föderalen System zu einem parasitären Status gelangt sind, dass ein blutsaugender Egel dagegen ein Waisenkind ist.

3. Die ganzen parasitären Charaktere sublimer Heilspredigerkasten auf der Landesebene stürzen sich meiner Meinung nach mit Vorliebe auf Geldtöpfe der EU und reissen sie an sich, um sich dann generös und ach so volksnah zu kaprizieren. Politisches Schmarotzertum feiert seit Jahren ein großartiges Come-back, vor allem auf der Landessebene. Und damit werden EU-Mittel zu einem politischen Willkürakt! Denn es sind das Land und seine Ministerien, die sich gütlich tun und zur selben Zeit konnektive Finanzmittel des Bundes für eigene Zwecke einsetzen und nicht, wie eigentlich vorgesehen den Gesetze ausführenden Kommunen 1:1 weiterreichen! Im Gegenteil, es wird noch nicht einmal ein 1:0,3 erreicht! Und dieses unheilvolle Konglomerat von Finanzegeln funktioniert vortrefflich. Egel bleib Egel – und wer nicht mitegelt, der wird „herausgeegelt.“ Das war so und das ist so! Es ist immer wieder dasselbe Spiel! Die, die sich anpassen und „einegeln“, sind mit vor der Partie. Und die, die das „anegelt“, werden aus dem „egelhaften“ System „herausgeegelt.“ Scheiss´ doch auf unsere Verfassung, scheiss´doch auch auf rechtlich fragwürdige Abläufe. Mein Hemd ist mir näher als irgendeine Hose, die mir dann noch zu eng wird und zudem löchrig ist! Logisch, erklärbar wird dadurch vieles, doch umso „egelhafter“ ist es! Egelhaft deswegen, weil sich innerhalb der Systeme so ungemein viele Mitläufer- und Jasagertypen befinden, denen das persönliche Vorankommen so wichtig wie ein Heiligtum geworden ist und weil es selbstverständlich – das war schon immer so – innerhalb solche „egelhafter“ Schmarotzeragglomerationen nur der gefördert und geschützt wird, der sich wie ein Wurm verhält. Und alle machen mit und wenn dann mal abgerechnet wird, ist´s wieder keiner gewesen. Das Nürnberger Prinzip?! Egelhaft!!

Und so, meine verehrten LerserInnen reden viele Viele und ach so Heilsbringende davon, dass die EU-Förderung nur richtig „koordiniert“ werden müsse. Das ist Neusprech! Es bedeutet eigentlich, dass alle die, die dort vollmundig von einer Verbesserung für die Bürgerschaft labern, genau die sind, die sublim und subversiv als rücksichtslose Volkszersetzer sich am Blute der Steuermittel gar vortrefflich zu laben wissen!
Bei denen, die das Blut bereitstellen kommt nichts oder immer weniger an! Fatal, dass viele von uns auch diesem Virus, den die Egel auf ihre Wirte übertragen verfallen sind: Stillhalten und immer weiter so tun, als sei alles bestens! Und dabei werden viele von uns zu egelhaften Zombis! Denn wer stillhält und den Egel nicht zerquetscht, muss sich nicht wundern, wenn er selbst dabei immer schwächer wird. Ausserdem – das ist eine besondere Virussequenz – ist es ja vermeintlich so viel einfacher, sich auch als Egel zu kaprizieren und die Seiten zu wechseln und selbst zum Egelgetier zu werden, denn als Mensch aufzustehen und sich mit denen zusammen zu tun, die diese egelhafte Gewürm endlich in die Schranken weist!

Die bestehende EU-Förderung ist meiner Erachtens nur noch eine Farce. Ich überlasse es Ihnen, meinen doch sehr „volksnah“ geschriebenen Artikel zu goutieren oder ihn als demagogisch einem Varousfakis zuzuordnen und damit ins Jenseits der Ignoranz zu verdammen.

Vielleicht haben sie eine äghnliche Ansicht!? Vielleicht sehen Sie es auch so, dass hier ein „Koordinierungsmechanismus“ ins Werk gesetzt wurde, der uns vor Ort mehr schadet als er uns nützt!? Und vielleicht fragen Sie sich dann, warum das so ist?! Es ist so, weil wir als AlltagsbürgerInnen immer mehr dazu neigen, uns vor Abscheu abzuwenden und schulterzuckend abzufinden!

Hold on und seid gesegnet!

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Helmstedter Musterkunde…ein zeitkritischer Beitrag zu Giordano Bruno und anderen …

Es wurde mir erst vor Kurzem bewusst als ich einen alten Zeitungsartikel vom 26.11.2011 im Helmstedter Sonntag einscannte, um ihn für mich als Erinnerung aufzubewahren. Der Grund, weshalb die Kreispolitik insgesamt meine Person so mobbt und durch die Verwaltung entsprechend bashen lässt. Lange habe ich mich gefragt, was denn passiert sein kann, dass man so vehement gegen mich vorgeht und meine Führungsintegrität als auch meine Leistungen vollständig zu zerlegen versucht.

Es ist ein einfacher Satz in diesem Artikel, der Aufschluss darüber gibt. Er befindet sich in der zweiten Spalte und beginnt mit: “Warum er sich weigert, für eine Partei zu kandidieren, erklärt der Wirtschaftsförderer so:“ Parteien haben für mich keinen Charme mehr, ……“.
Hier der eingescannte Artikel.

Parteien haben für mich keinen Charme mehr....
Parteien haben für mich keinen Charme mehr….

Es ist eigentlich wirklich eine Banalität, doch diese hat vehemente Folgen für meine gesamte Karriere beim Landkreis Helmstedt, denn seit dieser Landratswahl 2011 werde ich in allen Belangen und Bereichen zerlegt. Man zieht mir im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füssen weg und übt sich in der Zerlegung meiner Persönlichkeit, meiner Integrität und ihrer Arbeitsergebnisse. Zunächst war es nur ein vermeintlicher und karrierebetonter Heilsbringer Wunderling-Weilbier, der sich als „Kappo“ kaprizierte und „pilatus´sches Händewaschen“ vorgebend nur einen politischen Auftrag auszuführen hatte. Dann folgten viele weitere politisch induzierte Eingaben an die bestehende Administration und dort gefallen sich bis zum heutigen Tage speichelleckende und volkszersetzende Intriganten darin, die politischen Vorgaben der Rache an mir weiter zu vollziehen. Wir machen doch alle nur, was uns aufgetragen wird. Das höre ich immer wieder. Und genau diese Ausreden und diese sublimen Rachegelüste sind es, die mich interessieren. Warum kann keiner dieser versteckt Agierenden den offenen Austausch suchen?! Kann man den Wahrheiten nichts ins Auge sehen und sie im Disput ausdiskutieren. Nein und Ja! Nein in diesem ländlichen Kontext, denn hier fehlt es anscheinend schlicht an Intellektualität. Ja im akademischen Umfeld, doch selbst dort werden dieselben Muster der Diskreditierung und Dislozierung angewandt. Wahrheiten taten schon immer denen am meisten weh, die für sich die Wahrheiten so zurechtbiegen, dass sie irgendwann meinen, das sei alles wirklich so! So ist es und wird es sicher noch lange bleiben. Es menschelt…doch genau dort legen Wahrheitssuchende nicht nur einen Finger sondern ihre ganze Hand in die Wunde. Und so kommt es, dass es schmerzt und dagegen wehren sich die Eintagsfliegen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kräften, auch wenn es im Gesamtzusammenhang nur einen Tag dauert, was bekanntlich noch nicht einmal einen Wimpernschlag im Spiel des Lebens und damit der Suche nach den Wahrheiten gleich kommt.

Ich möchte mich jetzt nicht im Einzelnen dazu auslassen, wie das konkret aussieht. Erstens wissen das die Agierenden in dieser Angelegenheit selbst zu genau (und erfreuen sich wahrscheinlich nach typisch kleinstädtischer, ich will nicht sagen kleingeistiger Manier, daran), zweitens ist es Angelegenheit gerichtlicher Auseinandersetzung (die mittlerweile auch schon über drei Jahre andauert, was seine Ursache vor allem in ständig neuen Finten, Tricks und Detailpossen seitens meines gerichtlichen Kontrahenten hat) und drittens möchte ich mich hier viel mehr auf die Inhalte der o.a. Kernaussage konzentrieren, um das ganze Dilemma etwas genauer zu beleuchten.

Ich nenne es einmal das Bruno´sche Prinzip, das ich jetzt darlegen werde.

Giordano Bruno ist sicherlich dem Großteil der LeserInnenschaft als Name durchaus geläufig. Nennen wir ihn den Drewermann des 15. Jahrhunderts. Also einen Freiheitstheologen und -denker zu damaligen Zeiten. Dieser Giordano Bruno lehrte u.a. an der damaligen Universität Helmstedt. Noch heute hängt im Bibliothekssaal ein Bild dieses Menschen an zentraler Stelle.
Die im Folgenden geschilderten Kenntnisse stammen nicht von mir, sondern wurden von einem deutlichst berufenerenMunde als ich es je selbst sein werde, kund getan – Ralph Giordano. Giordano hat zu Giordano Bruno einen bibliographischen Roman herausgegeben. Ich selbst hatte dieses Büchlein nur einziges mal in den Händen, um es zu lesen. Insofern sind die nun geschilderten Gedanken Erinnerungen an die Lektüre. Man möge mir verzeihen, wenn dort im Laufe der Jahrzehnte Lücken entstanden sind.
In eben diesem biographischen Werk wird ein Mechanismus dargelegt, den ich wie o.a. das Bruno´sche Prinzip nenne. Es verhielt sich nach den Recherchen von Giordano über Bruno in kurzgefasster Weise in Helmstedt so, dass letzterer von Seiten des damaligen amtierenden Rektors nicht gerade wohl gelitten war. Bruno war so und so ein arger Querdenker, denn er verdarb es sich dank seiner kritischen Denkart sowohl mit den Katholen wie dann auch den Lutheranern. Ach?! Haben es also schon damals Freigeister in Helmstedt besonders schwer gehabt?!? Es will mir persönlich schon so scheinen, denn dieser Rektor als Verwaltungskraft der damaligen Stadt- und vor allem Landes- und damit höfischen Herzogspolitik aufs sublimste hörig und zu stets zu Diensten, dieser wohlfeile Charakter vergrämte also in einer stetig zunehmenden Art und Weise dem frei denkenden Giordano das Leben und Lehren, denn schließlich hatte er gegen den Nestkodex verstoßen, indem er Kritik übte. Und nach längerer Gängelei wollte dann Giordano nicht mehr länger an der Universität Helmstedt verweilen und folgte – in einem tragischen Entschluss – einem vermeintlichen Ruf an eine italienische Universität. Kaum war Giordano über die deutsch-italienische Grenze gekommen, schnappten ihn die päpstlichen Häscher und er wurde umgehend, zielstrebig und vor allem todbringend wegen Ketzerei zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Und so wurde einer der wichtigsten Freidenker seiner Zeit wegen seiner damals das dröge Papsttum in Gefahr bringenden revolutionären Gedanken und Lehren mal eben schnell aus dem Leben und damit Wirken genommen. Sehr christliches Verhalten!?! Und Helmstedt war seine letzte deutsche Destination. Das ist entscheidend! Helmstedt als final destination!

Ich persönlich möchte mein kleines Licht nun wahrlich nicht mit einem Giordano Bruno noch einem Ralph Giordano vergleichen. Das steht mir in Anbetracht der geistigen Leuchtkraft der beiden Persönlichkeiten auch in keinster Weise zu, so stark leuchtet ihr kritischer Geist. Allerdings steht es mir als Geographen zu, Muster darzulegen, deren Auffinden ich auf Grund meiner eingehenden geographischen Studien schulen konnte und die ich treffsicher anzuwenden weiß.

In diesem speziellen Fall erkenne ich ein Muster, das anscheinend über die Jahrhunderte in Helmstedt überdauert hat. Es ist dies das Muster der kleinkarierten, beschränkt geistigen Art und Weise Andersdenkende, vor allem intellektuell exponiertere Persönlichkeiten möglichst umfassend und gründlich zu beseitigen und das, koste es was es wolle, dann als besonderen Erfolg der Tumbheit noch vor Ort zu zelebrieren. Wäre dieser tumbe Jasager aus Helmstedt damals nicht gewesen?! Vielleicht hätte Giordano Bruno in Deutschland und in Deutschland von Helmstedt aus, eine weltbewegende Umwälzung in Gang setzen können?! So aber blieb der interessierten wie auch der nicht interessierten Bevölkerung dieses kostbare Gedankengut des Giordano B. für viele Jahrhunderte vorenthalten. Selbst Eingeweihte und Forschende hatten es nicht leicht, die Studientexte des Giordano B. Zu interpretieren und somit intellektuell greifbar zu machen. Von gerade dieser gesellschaftlichen Gruppe wird es überwiegend bedauert, dass Giordano B. nicht mehr Lebenszeit erhielt, um sein nachgewiesenermaßen großes und von der Fachwelt nicht in Zweifel gezogenes Potenzial weiter ausbauen zu können. Und das alles wegen eines Helmstedters…, der ihn als sublimer Erfüllungsgehilfe einer politischen Anweisung zur „persona non grata“ deklarierte.

Und selbst als man in Helmstedt vor einigen Jahren eine integrierte Gesamtschule gründete, wohlgemerkt gegen jahrelangen Widerstand auf vielen kommunalen und zum Teil auch landesseitigen Ebenen gegenüber dem damals amtierenden Schuldirektor Uwe Strümpel, selbst dann, als es denn nun endlich soweit war, wollte man den damaligen amtierenden Oberkreisdirektor Gerhard Kilian noch mit vereinten Kräften daran hindern, dieser neuen Gesamtschule den Namen Giordano Bruno Gesamtschule zu geben. Hört, hört…

Muster?! Ja, es ist ein Muster! Das Muster der Dumpfheit und des kleingeistigen Ich-Ich-Ich´s der geistigen „Elite“ in diesem beschaulichen Städtchen am Rande des Lappwalds. Und dieses Muster möchte ich als prägnant und vor allem über die Zeitepochen hinweg erhaltenes Muster im Umgang mit Freidenkenden und vor allem abseits des Mainstream Denkenden kennzeichnen.

Wie es zu etwas kommen kann, da fehlen mir zunächst einfach nur die Worte und sicherlich auch die Kenntnisse, denn ich bin nur wenig bewandert in sozio-evolutionären Interdependenzen. Dennoch erkenne ich dieses typische _Bashing-Muster“, das bis in heutige Zeiten eben jene „Schickeria“ in Helmstedt und seiner direkten Umgebung geradezu kennzeichnet. Heute heißen die Giordanos anders. Heute heißen Sie Stefan Lütgert, Henning Zellmer und Jörg Pohl, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Sicher gibt es noch diverse andere Persönlichkeiten, die mit diesem diskreten Charme der ansässigen Bourgeoisie Kontakt hatten. Das möchte ich an dieser Stelle jetzt nicht vertiefen, denn sonst wird dieser Essay immer länger und länger.
Diese bourgeoise Kleinkariertheit ist zu einer Art Markenzeichen für den hiesigen Raum geworden und das signifikante ist, dass eben jene Bourgeoises sich noch selbst beweihräuchern und rühmen für ihre dumpfen Taten und es geradezu als ihre eigene Lebensaufgabe betrachten, alle Andersdenkenden und vielleicht sogar Genies von dannen zu jagen und sogar ohne mit der Wimper zu zucken in den Tod zu treiben. Das Milieu wird durch kleingeistige Tumber-Jasager-Syndrome erkennbar und nach wie vor von der amtierenden Politik und den bestehenden Verwaltungen zelebriert, und zwar in einer solchen Ausprägung, das man es als kennzeichnendes Verhaltensmuster dieser Region um Helmstedt postulieren darf.

Ein für wahr ambivalentes Merkmal bestehender Lebensart hier vor Ort. Ein Alleinstellungsmerkmal….

Seid gesegnet!

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